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Hilfe für Buruli-Ulkus Patienten in Kamerun

Name des Projektes: Hilfe für Buruli-Ulkus Patienten in Kamerun
Land: Kamerun
Ort: Akonolinga
Verantwortliche Organisation: MEDECINS SANS FRONTIERES
Projekt Gesamtbudget: CHF 900000.--
Gewünschter Beitrag: jeder Betrag ist willkommen
Anfang des Projektes: 2002
Ende des Projektes: 2010

Krankheit und Ursachen
Die Buruli-Geschwüre („Ulcus") werden durch ein Bakterium (Mycobacterium Ulcerans) verursacht, das mit den Erregern von Tuberkulose und Lepra verwandt ist. Die Krankheit wurde erstmals 1897 beschrieben. Betroffen sind Menschen, die in der Nähe von Sümpfen oder stehenden Gewässern leben. Man vermutet, dass der Erreger beim Kontakt mit verschmutztem Wasser oder Schlamm direkt in die Haut eindringt. In der Haut setzt das Bakterium ein Toxin (Gift) frei, das das Hautgewebe zerstört und Geschwüre verursacht. Unbehandelt breiten sich die Geschwüre aus und führen oft zu Verstümmelungen.

Behandlung
Buruli gilt als „vernachlässigte Krankheit". Gegenwärtig gibt es weder einen Impfstoff noch ein wirksames Antibiotikum zur Heilung der Krankheit (auch wenn der Einsatz von Antibiotika gegen Tuberkulose den Verlauf der Krankheit offenbar günstig beeinflussen kann). Derzeit basiert die Behandlung jedoch vorwiegend auf chirurgischen Eingriffen, um die vom Buruli-Ulcus betroffene Hautpartie wegzuschneiden. Das Vernarben der Wunde wird durch Hauttransplantationen zu erleichtern versucht. Bei fortgeschrittener Krankheit ist die Amputation jedoch der einzige Ausweg.

Die Behandlung ist schmerzhaft und langwierig - vor allem bei Patienten, die schon länger an den Geschwüren leiden, denn Buruli-Ulkus greift auch die Knochen und die Sehnen an und führt zu einer Versteifung der Gliedmassen. Um die Beweglichkeit wiederzuerlangen, ist somit in vielen Fällen eine Physiotherapie notwendig.

Buruli-Pavillon in Akonolinga
Im südlichen Kamerun ist diese Krankheit besonders weit verbreitet - und dennoch gibt es weit und breit keine Versorgungsmöglichkeit. Nach einer Feldstudie vor fünf Jahren hat MSF erstmals ein Projekt für Buruli-Ulkus Patienten gestartet. Der Andrang ist nach wie vor gross, denn Erkrankte kommen nicht nur aus den umliegenden Dörfern sondern aus der gesamten Region angereist. Monatlich behandelt unser Team über 100 Patienten - es handelt sich dabei hauptsächlich um Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren.

Die Behandlung gliedert sich in folgende Phasen: Diagnose, Behandlung und Chirurgie, Wundversorgung und Physiotherapie. In unserem Pavillon nehmen wir alle Schritte vor. Gleichzeitig schulen wir traditionelle Heiler und betreiben Aufklärung in den Dörfern und Schulen, um die frühzeitige Diagnose der Krankheit sicherzustellen. Denn je früher die Erkrankung erkannt wird, desto schneller ist die Behandlung.

Behandlung und Chirurgie, Wunderversorgung und Physiotherapie führen wir vor Ort durch - dabei konnten wir neue, verbesserte Behandlungsprotokolle einführen (siehe beiliegenden Artikel über Wundversorgung). Dieses Wissen und die Expertise geben wir nun den Angestellten in den lokalen Spitälern weiter, damit die Nachhaltigkeit unserer Aktivitäten vor Ort sichergestellt ist.

Um den vielen Patienten eine Versorgungsmöglichkeit zu bieten und unsere Kenntnisse vor Ort weiterzugeben ist unsere Präsenz für das kommende Jahr dringend nötig.

Sehr wenige Menschen kennen Buruli-Ulkus. Daher ist es besonders schwierig Geldgeber für dieses Projekt zu finden.

Ziel:

- Medizinische Behandlung von über 100 Patienten monatlich
- Patienten sind vorwiegend Kinder unter 15 Jahren
- Verbesserung der Behandlungsmethoden dieser vernachlässigten Krankheit
- Integration der neuen Behandlungsmethoden in das lokale Gesundheitswesen
- Nach dem Prinzip: Hilfe zur Selbsthilfe

Informations Formular

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