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Bildungsprogramm für benachteiligte Kinder

Name des Projektes: Bildungsprogramm für benachteiligte Kinder
Land: Bangladesch
Ort: Armenviertel in der Hauptstadt Dhaka / Jessore
Verantwortliche Organisation: Enfants du Monde
Projekt Gesamtbudget: CHF 139000.--
Gewünschter Beitrag: CHF 69500.-- / jeder Betrag ist willkommen
Anfang des Projektes: 2004
Ende des Projektes: 2012

In Bangladesch ist die Einschulungsrate niedrig und das Bevölkerungswachstum hoch: Weil die Zahl Jugendlicher stetig zunimmt - 41 Prozent der Bevölkerung sind unter 18 Jahren - werden immer mehr Schulen, Lehrer und Lehrmittel benötigt. Da aber der Staat nicht über die nötigen Ressourcen verfügt, reicht die Zahl Primarschulen nicht aus, um alle Kinder im schulpflichtigen Alter aufzunehmen.

Die Folgen davon: die Klassen sind überfüllt, die Lehrer sind überfordert, der Unterricht ist von schlechter Qualität, die Kinder kommen nicht regelmässig oder gar nicht in den Unterricht, und die Eltern interessieren sich nur bedingt für die Bildung ihrer Kinder und ziehen es vor, sie zu Hause zu behalten, wo sie helfen können, Geld fürs Überleben zu verdienen.

Dies gilt auch für das Armenviertel in Mohammadpur in der Haupstadt Dhaka. Im Jahr 2004 wurde daher eine Schule eröffnet, die den Ansprüchen der Familien gerecht wird. Diese von Enfants du Monde unterstützte Schule bietet 450 Kindern eine Grundbildung von vier Jahren. Danach können die Schüler ihre Bildung an einer öffentlichen Schule fortsetzen.

Enfants du Monde bietet nicht nur eine finanzielle Unterstützung, sondern hilft auch, die Unterrichtsqualität zu verbessern, indem sie Lehrerausbilder in modernen Unterrichtsmethoden schult, und die Unterrichtsinhalte an die lokalen Umstände anpasst. So gehen zum Beispiel die Kinder nur am Morgen oder am Nachmittag zur Schule. In der restlichen Zeit können sie ihren Eltern helfen, Geld zu verdienen. Eine weitere Massnahme, um die Eltern von der Wichtigkeit der Bildung zu überzeugen, sind die Elternabende, welche die Schule jeden Monat organisiert. Dieser dient dazu, Fragen der Eltern zu beantworten, Anregungen aufzunehmen und sie über die verschiedenen Möglichkeiten nach der Grundschule zu informieren, zum Beispiel über Berufsbildung, Oberstufe und Studium.

Der finanzielle Beitrag der Eltern an die Schulkosten ist gering und um einiges tiefer als in den öffentlichen und privaten Schulen. Zudem ist die medizinische Versorgung der Schüler gratis.

Nach einer ersten erfolgreichen Phase ist das Projekt im Jahr 2009 auf sechs Gemeinschaftsschulen in Jessore ausgeweitet worden, deren Lehrerinnen und Lehrer  ebenfalls in modernen Unterrichtsmethoden ausgebildet werden.

Ziel:

1.)   Einschulungsrate, die in den Armenviertel 20 Prozent unter dem landesweiten Durchschnitt liegt, erhöhen
2.)   den Kindern eine Grundbildung von guter Qualität vermitteln, die es ihnen ermöglicht, die Schule fortzusetzen
3.)   Unterrichtsinhalte anbieten, die auf die Bedürfnisse der Kinder zugeschnitten sind und ihnen in ihrem Alltag nützlich sind
4.)   die Lehrer und Lehrerinnen in modernen Unterrichtsmethoden ausbilden
5.)   die Eltern stark einbinden und sensibilisieren und somit dafür sorgen, dass ihre Kinder eine gute Bildung erhalten
6.)   Bildung allen Kindern zugänglich machen dank niedrigen Schulkosten
7.)   die Gesundheit der Schüler verbessern dank kostenloser medizinischer Versorgung

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