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Bedarfsorientierte Berufsausbildung

Name des Projektes: Bedarfsorientierte Berufsausbildung
Land: Uganda
Ort: Masaka
Verantwortliche Organisation: Kindernothilfe Schweiz
Projekt Gesamtbudget: offen
Gewünschter Beitrag: jeder Betrag ist willkommen
Anfang des Projektes: 2002
Ende des Projektes: offen

Projektbeschreibung:
Masaka ist eine Stadt mit ca. 75.000 Einwohnern im Süden Ugandas. Die Trinkwasser- und Elektrizitätsversorgung ist unzureichend, vor allem in den Aussenbezirken.

Der Arbeitsmarkt ist durch zahlreiche Einzelhändler geprägt, die vor allem landwirtschaftliche Produkte und Gebrauchsgegenstände verkaufen. Es gibt nur eine geringe Zahl handwerklicher Kleinbetriebe und keinerlei Industriebetriebe. In den Aussenbezirken und im Umfeld der Stadt bestimmen kleine, landwirtschaftliche Betriebe - vorrangig zur Eigenversorgung - und einige landwirtschaftliche Kooperativen das Erwerbsleben.
Da Masaka am Trans-Africa-Highway (von Mombasa in die Republik Kongo) liegt, werden an dieser bedeutsamen Verkehrsroute  zahlreiche Gaststätten, Restaurants und Hotels betrieben.
Durch die Nähe zum Victoria-See gibt es in der Region von Masaka auch zahlreiche Fischer.
Da viele Familien des Ortes - und der gesamten Umgebung - nicht mit einem gesicherten und ausreichenden Einkommen rechnen, sind die sozialen Probleme sehr gross. Die unzureichende Ernährung und die mangelhafte Gesundheitsversorgung verschärfen die Lage.
Hinzu kommt, dass die mittlere Generation, die in der Regel das Einkommen sichert, grösstenteils an HIV/Aids erkrankt ist. Zurück bleiben Kinder und Alte, deren Alltag vom Kampf gegen die Armut bestimmt wird.

Unsere Hilfe vor Ort:
Die Kindernothilfe  unterstützt seit Anfang 2007 drei- bis sechsmonatige Berufstrainings für Jugendliche ohne Schulabschluss in den Dörfern, die sich in der Nähe des Ausbildungszentrums befinden.
In einem Radius von 30 Kilometern wurden ferner Dorfgemeinschaften in Bezug auf den  Selbsthilfegruppenansatzes sensibilisiert und daraufhin bewertet und ausgesucht. Auswahlkriterien waren die Zahl der Waisen, bedürftigen Kinder und absolut Armen (pro Kopf stehen täglich weniger als 1 US$ zur Verfügung, die Kinder sind fehl- und mangelernährt, die Kindersterblichkeit ist überdurchschnittlich hoch) sowie das Vorhandensein von Krankenstationen, Schulen und eines Wegenetzes. Da die Dorfvorsteher bereitwillig den Selbsthilfegruppenansatz mit unterstützten, konnten schnell Gruppen gebildet werden.
Die Einführung des Selbsthilfegruppenansatzes für die Dorfgemeinschaften verhalf den Dorfbewohnern zu neuen Fertigkeiten. Die Mitglieder der Gruppen haben u. a. die Möglichkeit an verschiedenen Trainings teilzunehmen, die einer Verbesserung ihres Einkommens dienen.

Ziel:
Der Grundgedanke des Ansatzes ist, Menschen mit gleichem sozioökonomischen Hintergrund systematisch in Gruppen zu organisieren und sie durch diese Gruppen auf der sozialen, wirtschaftlichen und politischen Ebene zu stärken. Selbsthilfegruppen bestehen aus 15-20 (in der Regel) Frauen. Sie lernen in dieser Solidargemeinschaft, dass sie keine isolierten, machtlosen Individuen sind, sondern durch die Gemeinschaft gegenseitige Unterstützung erfahren. Ferner entwickelte das John Wilson Centre zusammen mit dem Nile Vocational Institute (NVI), einem der renommiertesten Ausbildungszentren in Uganda, sogenannte „angepasste Technologien", wie beispielweise eine Schneidemaschine für Cassava („die Kartoffel Afrikas") , Mais- und Erdnussschäler, Wasserpumpen und Energiekocher, die die Dorfbewohner kostengünstig selbst herstellen können und der Situation in den ländlichen Gebieten angepasst sind.

Wie können Sie helfen?
Durch Ihre Spende kann folgendes ermöglicht werden:
Ausbildung in verschiedenen Lernmodulen (Modular Skills Training (MST). Dafür treffen sich die Teilnehmer an 3-4 Nachmittagen in der Woche und erlernen Fertigkeiten, die es ihnen später ermöglichen, eine Anstellung zu finden oder aber durch selbstständige Arbeit ein Einkommen zu erwirtschaften.

Es werden Kurse angeboten in den Bereichen Kochen, Schneidern und Design, Maurern und im Friseurhandwerk. Die jungen Menschen werden ermutigt, später zusammenzubleiben, weil sie gemeinsam ein starkes Team bilden und leichter Zugang zu Kleinkrediten erhalten.

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